Merhamet Deutschland - Humanitäre Manifeste

Merhamet Deutschland im Dialog
Beraten und informieren. Impulse aufnehmen und geben.

Durch die Teilnahme und Organisation u. a. von kulturellen Veranstaltungen, Runden Tischen und Workshops fördern wir die Interdisziplinarität und Impulsnahme und -gabe, den Dialog mit anderen Organisationen, Stiftungen, Gesellschaften wie auch Personen des öffentlichen Lebens.

Im Dialog mit Betroffenen, lokalen Partnern, Ministerien und zuständigen Ämtern vor Ort definieren wir Ziele, Aktivitäten, Projekte und Aktionen.

 

2016
   

Gesprächstermin über zukünftige gemeinsame Projekte
mit Prof. Dr. Schwarz-Schilling und Tobias Greilich (Hessen hilft e. V.)
Büdingen, 20.05.2016

Bei einem gemeinsamen Besuch des Geschäftsführers von Merhamet Deutschland e. V., Jusuf Skenderović und Herrn Tobias Greilich, Vorsitzender von Hessen hilft e. V. bei Herrn Prof. Dr. Schwarz-Schilling in seinem Büro in Büdingen, wurden u. a. gemeinsame Projekte zur Versorgung von Schulen in Bosnien-Herzegowina mit Schulmaterial und Möbeln und zukünftige Schüleraustauschprogramme besprochen.

Herr Skenderović nutzte den Besuch sich im Namen von Merhamet Deutschland e. V. bei Herrn Schwarz-Schilling für seine über 20jährige Schirmherrschaft der Organisation und sein enormes Engagement für Bosnien-Herzegowina zu bedanken.

Sch Sch1
   
 2015

 

Gesprächstermin über zukünftige gemeinsame Projekte
mit dem Premierminister vom Tuzla Kanton
Tuzla, 29.12.2015
                

Nachrichtenbeitrag von RTVTK- Fernsehsender Tuzla


Gosp. Skenderović i gosp. Kučević

 

Besuch in Tutin/Serbien
Gesprächstermin mit dem Bürgermeister Herrn Šemsudin Kučević
Besuch von Merhamet Tutin und dem Zentrum für Asylsuchende in Tutin "Centar za tražioce azila"

September 2015, Tutin

Es sind Bilder des Elends, der Verzweiflung und des Grauens, die uns in diesen Tagen begleiten. Tausende Menschen sind auf der Flucht vor Bürgerkrieg, vor Gewalt, vor Diktaturen und politischer Willkür. Menschen aus Syrien, Afghanistan, aus dem Irak, aus Eritrea, Somalia und anderen Ländern fliehen um Ihr Leben, verzweifelt auf der Suche nach einem sicheren und besseren Leben für sich und ihre Familien. Die Situation jenseits der EU-Grenze spitzt sich dramatisch zu und die Balkanländer sind mit der Unterbringung, Verpflegung und medizinischen Versorgung der Flüchtlinge überfordert. Die Not in dem Flüchtlingslager in Tutin ist groß.

Vertreter von Merhameta Deutschland, Frau Sabina Hanschur und Herr Jusuf Skenderović besuchten im September das Zentrum für Asysuchende und Merhamet Tutin. Über konktrete Hilfsmaßnahmen zur Unterbringung der Flüchtlinge, wie auch über zukünftige gemeinsame Projekte wurden Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt Tutin, Herrn Kučević geführt.

Merhamet Tutin

Centar za tražioce azila

Gesprächstermin beim Bürgermeister
Centar za tražioce azila2 Centar za tražioce azila3 Centar za tražioce azila4

IMG-20160121-WA0012Konferenz
"Merhamet - Herausforderungen und Perspektiven"

Srebrenik, April 2015.

Im "Haus der Kultur" in Srebrenik fand die internationale Konferenz, mit dem Titel "Merhamet - Herausforderungen und Perspektiven" statt. Teilnehmer waren über hundert Vertreter von "Merhamet" Organisationseinheiten in Bosnien und Herzegowina, wie auch dem Ausland, als auch Vertreter unterschiedlichster Ebenen - Behörden und Vertreter der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina.
Im Mittelpunkt der internationalen Konferenz war die Arbeit von "Merhamet" aus der Diaspora sowie die Verbesserung der Arbeit der humanitären Organisationen in der s. g. "Republika Srpska", zum Wohle der bosniakischen Rückkehrer. Besonderes Augenmerk wurde auf die ehrenamtlichen Helfer von Merhamet und ihre Popularisierung gelegt, sowie den Eintritt von humanitären Organisationen in der Grund- und weiterführenden Schulen zu gegeben, sowie das Ehrenamt unter den Studenten in BiH zu fördern. Die Arbeit und Aktivitäten von Merhamet Deutschland wurden auf der Veranstaltung von der Vorsitzenden, Frau Sabina Hanschur und dem Geschäftsführer, Herrn Jusuf Skenderovic präsentiert, darunter auch die Aktion "Kurban" und der "FamFond - Hilfe für bedürftige Familien".  Beide Projekte wurden positiv von den anwesenden Gästen aufgenommen und es wurde großes Interesse an gemeinsamen zukünftigen Aktivitäten, wie auch die Stärkung des FamFonds gezeigt. Das bereits seit vielen Jahren durchgeführte Projekt "Kurban", wird in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit Merhamet BiH umgesetzt. Das Hauptziel dieses Projekts ist die Stärkung der bosnischen Züchter zu unabhängigen und überlebensfähigen Betrieben. Merhamet Bosnien und Herzegowina in Zusammenarbeit mit Merhamet Deutschland nimmt von den Viehzüchtern kauft das Vieh für die Kurban Aktion von den Züchtern. Das Fleisch wird an Suppenküchen in ganz BiH weitergeleitet und liefert somit eine warme Mahlzeit für viele Menschen, Erwachsene und Kinder in Bosnien und Herzegowina, die sich am Rande der Existenz befinden.

 

SrebrenikApril15

 

KonferencijaApril15


Bengo-Seminar Seminarteilnahme bei bengo
vom 23. – 25. April 2015 in Nürnberg

Projektförderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Welche Möglichkeiten für eine Projektförderung im Bereich nachhaltige Entwicklung gibt es für Merhamet Deutschland vonseiten des BMZ? Information zur Antragstellung und Vorstellung unseres Solarprojekts. Vernetzung mit weiteren NGOs im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und Erfahrungsaustausch.

 

Projekt: Solarenergie - Energie des Lebens
Werkstattbesuch in Srebrenik, April 2015

Knapp 30 Mittelschüler und ihre Lehrer sowie der Schulleiter und -pädagoge der landwirtschaftlichen Schule Brcko konnten sich in einem Workshop über die Arbeit in der Solarwerkstatt und die Funktionsweise der Trockner informieren, sowie mit den Auszubildenden mit Behinderung ins Gespräch kommen.
Eine echte Zusammenarbeit zwischen Schule und Werkstatt wurde initiiert - inzwischen findet ein regelmäßiger Austausch statt. Lehrer beraten zu Techniken der Trocknung, die Auszubildenden leiten die Schüler im Bau kleiner Trocknermodule an.
Die Projektkoordinatorin Dorothee Baumann und die Vorstandsvorsitzende Sabina Hanschur von Merhamet Deutschland statteten der Werkstatt einen Besuch ab und konnten sich von der ausgezeichneten Arbeit aller Beteiligten überzeugen. Neben dem Projekt-Monitoring wurden die weiteren Aktivitäten mit allen Beteiligten, Vertretern von Snaga Zene, Spektar Srebrenik und der landwirtschaftlichen Berufsschule Brcko geplant.

Werkstattbesuch


Vorbereitung einer interreligiösen Wallfahrt für den Frieden
Mitarbeit im Organisationsteam in Kevelaer (NRW), 1. März 2015

Auf Einladung von Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur und der Grünhelme e.V. hat sich Merhamet Deutschland e.V. an der Vorbereitung einer interreligiösen Wallfahrt für den Frieden beteiligt. Am 28. August, dem Tag an dem Martin Luther King im Jahr 1963 seine berühmte Rede "I have a dream" hielt, sollen im Wallfahrtsort Kevelaer (NRW) Menschen und Gruppen aller Glaubensrichtungen zu einem Fest des Friedens und der Toleranz zusammenkommen.


Merhamet Deutschland vernetzt sich
Vernetzungsreise nach Berlin am 9. und 10. März 2015

Starke Netzwerke und guten Kooperationen mit verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Akteuren, die die Ziele eines humanitären, sozialen und solidarischem Einsatz für die Menschheit teilen, ist für Merhamet Deutschland e.V. von großer Bedeutung. Um diese überparteiliche und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken, traf sich Projektmanagerin Dorothee Baumann in Berlin u.a. mit der politischen Referentin des Referats "Westlicher Balkan" des Auswärtigen Amts, Kristina Jonek, und der Geschäftsführerin der Jungen Islamkonferenz Esra Kücük.


Austausch zum
World Humanitarian Summit (WHS)
Beitrag deutscher humanitärer Akteure, Januar 2015, Köln

Ziel des Treffens: Ziel des Workshops ist es, aus Sicht der NGOs mit Migrationshintergrund konkrete Empfehlungen zu erarbeiten, die in den Prozess des World Humanitarian Summit eingebracht werden sollen.

 

 2014

 


EINEWELT- Zukunftsforum
November 2014, Berlin

Übergabe der Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel.
Wie soll die zukünftige Entwicklung richtig gestaltet werden?
"EINEWELT" - unsere Verantwortung" gibt Empfehlungen für nachhaltiges Handeln in verschiedensten Lebensbereichen - ob in der Politik, der Wirtschaft oder im Alltag jedes Einzelnen.
Die Zukunftscharta ist das Ergebnis eines breiten Diskussionsprozesses, an dem sich viele gesellschaftliche Gruppen, Hilfsorganisationen, NRO, Wirtschaft und Politik beteiligt haben.

Aktion Merhamet Deutschland: Erarbeitung eines interaktiven Projektkonzeptes. Thema: Nachhaltige Nutzung von Solarenergie

 Nov14.1

Okt14 

Zustandsaufnahme
Reise nach Bosnien, Oktober 2014


Auswirkungen der Flutkatastrophe in Topcic Polje und Nemila, Bosnien-Herzegowina
Treffen mit dem Bürgermeister von Zenica, Herrn Husejin Smajlovic und dem Vorsitzendem von Merhamet Bosnien-Herzegowina, Herrn Hajrudin Sahic

Okt14.2

Aug14.1 BHdiaFor ,
Oktober 2014 in Sarajevo

Das zweite Businessforum der BH-Diaspora zum Thema: "Poticanje poslovne saradnje i investicija s bh. dijaspore u funkciji ekonomskog razvoja Bosne i Hercegovine"

Aug2  Realisation und Aktionsbegleitung
in Zenica, August 2014

Aktion "Pausenbrot der Hoffnung", Vertragsunterzeichnung mit der Organisation "Pomozi.ba", Übergabe Laptops und Geldspende an die Organisation "Lotos"
Aug3 

 

Mai14.1

 

Mai14.3

Vierter regionaler Workshop
"Migration Policy in the Western Balkans"
,
27. - 29. Mai 2014, Berlin

Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisierten mit der Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den vierten regionalen Workshop „Migration Policy in the Western Balkans“ in der Repräsentanz der GIZ in Berlin.

 

PDF Documentation:
Dialogue with and Participation of Migrants

Documentation WS4 Dialogue with and Participation of Migrants

 

 2013

 

plakat wanderausstellungWanderausstellung
"Vergessene Flüchtlingslager in Bosnien-Herzegowina"

Die Schrecken des Krieges, der Verlust von Angehörigen, die Flucht aus den eigenen Heimen und das menschenunwürdige Leben am Rande der Gesellschaft sind die Themen der Wanderausstellung. Im Januar 2011 wurden in Bosnien und Herzegowina noch 113.365 Binnenvetriebene gezählt. Da häufig Bilder mehr sagen als tausend Worte, wird das Schicksal einiger dieser Menschen aus bosnischen Flüchtlingslagern gezeigt. Die Ausstellung beginnt mit dem Krieg und endet mit den Portraits der Menschen.        
20 Jahre nach Kriegsende soll die Öffentlichkeit dafür sensibilisiert werden, dass in Europa Würde und Rechte von Flüchtlingen und Vertriebenen missachtet werden.

Aussteller: Phillip von Recklinghausen; Andy Spyra; Sead Husic; Azra Arapovic, Cornelia Suhan

Termine/Orte/Partner vor Ort:
Frankfurt a. Main:
04.-10.10.2012; Paulskirche; Partner: Pro Asyl, Verein "Sevdah"/Frankfurt
Berlin:
19.01.-17.02.2013; Haus der Demokratie und Menschenrechte; Partner: Stiftung "Haus der Demokratie und Menschenrechte"
Erfurt:
11.-30.07.2013; Alte Synagoge; Partner: Heinrich Böll Stiftung
Karlsruhe:
09.-30.09.2013; Tollhaus; Partner: Gesellschaft für bedrohte Völker

Unterstützerbriefe

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Schirmherr

Prof. Dr. Christian Schwarz-Schilling
- Bundesminister für Post u. Telekomunikation a. D.
- Hoher Repräsentant und Sonderbeauftragter der Europäischen Union für Bosnien-Herzegowina a. D.
- Ehrenbürger der Stadt Büdingen


"Das aktuelle Projekt von Merhamet Deutschland befasst sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen und Vertriebenen. Davon abgesehen, dass gerade uns Deutsche dies besonders betroffen machen sollte weil es uns einmal selbst besonders betraf, war ich in den 90er Jahren sehr stark in die Regelung des Aufenthaltsstatus der bosnischen Flüchtlinge involviert. Deutschland war damals das Land, das außerhalb der Anrainerstaaten die meisten Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet aufnahm. Viele von ihnen sind inzwischen zurückgekehrt. Dass es jedoch weiterhin (seit damals!) innerhalb von Bosnien und Herzegowina noch immer Vertriebene gibt, die in schäbigen Flüchtlingsunterkünften leben (die zudem noch fast verharmlosend lediglich als ‚Kollektivzentren’ bezeichnet werden), sollte uns, die wir hier fast in Nachbarschaft zu Bosnien leben, zumindest berühren, wenn nicht sogar herausfordern.
Merhamet Deutschland hat sich vorgenommen, auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Es ist diesem Projekt von ganzem Herzen zu wünschen, dass die deutsche Öffentlichkeit hiervon mehr als nur beiläufig Notiz nimmt. All das lobenswerte Engagement, das Deutschland für von der Wirtschaftsmisere betroffene Länder in der Euro-Zone zeigt, soll bitte nicht dazu führen, dass der Balkan im Allgemeinen und Bosnien und Herzegowina im Besonderen vergessen werden. Diese Länder sind ein Teil des gemeinsamen Hauses Europa. Verprellen wir sie, verlieren sie zum zweiten Mal ihren Glauben an westliche und europäische Werte. Damals standen wir daneben, als eine brutale Soldateska brandschatzte und mordete. Und nun leben die, die überlebten, in erbärmlichen Siedlungen am Rande der Städte. Wer kümmert sich um ihre gepeinigten Seelen? Wer interessiert sich für sie?
Es wird Zeit, dass wir etwas tun. Das Projekt »Die vergessenen Flüchtlingslager in Bosnien und Herzegowina« ist ein hervorragender Anlass, den Fokus auf Bosnien und Herzegowina und seine noch immer nicht bewältigten Kriegsfolgen zu richten.
Sehr gerne übernehme ich hierfür die Schirmherrschaft."


tilmann zuelch 100pxPräsident
der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV)

Tilman Zülch:

"Bosnien-Herzegowina wurde mit dem Daytoner Abkommen von 1995 geteilt, die nördliche Hälfte den serbischen Tätern überlassen und die Rückkehr der von dort vertriebenen Bevölkerung verhindert. Dieses Abkommen wurde u.a. von den USA, Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland mitunterzeichnet. 2,2 Mio. Bosnier und Bosnierinnen wurden zu  Flüchtlingen und Vertriebenen gemacht. Die NATO-Truppen wurden nach dem Krieg an den Grenzen der beiden bosnischen Entitäten stationiert, statt zur Durchsetzung der Rückkehr eingesetzt. Dabei sah das Abkommen (Annex VII) das Recht aller Flüchtlinge und Vertriebenen vor, in ihre ursprünglichen Wohnorte zurückzukehren.
Heute ist Bosnien ein geteiltes, zunehmend verelendetes Land. Die Kriegsopfer, die Vergewaltigten, die Verwundeten, die Bombenopfer, die ehemaligen KZ-Häftlinge, die Flüchtlinge und Vertriebenen sind in Vergessenheit geraten.
Während Serbien und Kroatien sich der Europäischen Union annähern, ist Bosnien, das Opferland von Krieg und Völkermord, zum Paria gemacht worden. So sind von etwa 2,2 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen - 17 Jahre nach dem Krieg- fast noch eine Million außerhalb ihres Landes und können nicht zurückkehren. Die Lage der Binnenflüchtlinge ist katastrophal.  Heute existieren in Bosnien-Herzegowina insgesamt 156 Flüchtlingslager. Davon sind 43 in der Republika Srpska und 107 in der Föderation Bosnien-Herzegowina. In diesen Lagern leben heute ca. 8 600 Menschen (2 900 Familien). Völlig vergessen von der internationalen Öffentlichkeit, ohne entsprechende medizinische Versorgung und Infrastruktur  harren diese Menschen in Baracken, Bretterverschlägen und provisorischen Behausungen in den Flüchtlingslagern wie Karaula (Kanton Tuzla), Višća (Gemeinde Živinica), Ježevac (Gemeinde Banovići) , Špionica (Srebrenik) aus.
Gerade die prekäre Lage dieser Menschen soll in der geplanten Ausstellung thematisiert werden, mit dem Ziel, die internationale Öffentlichkeit auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen und die bosnische Regierung und ihre zuständigen Ministerien zum Handeln zu bewegen, damit alle ihre Bürger in ihre Heimatorte zurückkehren können.
Und während viele politische Ziele für dieses Land mit Recht als Prioritäten angesehen werden müssen, um die EU-Integration Bosnien-Herzegowinas voranzutreiben, dürfen wir diese Menschen nicht vergessen. Auch wenn kein Marshall-Plan für den Wiederaufbau Bosnien-Herzegowinas aufgestellt werden kann, müssten wenigstens diejenigen aus der absoluten Armut befreit werden, die seit 17 Jahren auf ein würdevolles Leben und eine Rückkehr in Sicherheit und Würde warten.
Bitte helfen Sie „Merhamet“ mit einem Beitrag das Schicksal dieser Menschen außerhalb der Grenzen Bosniens bekannt zu machen. Das wird der erste Schritt sein, ihnen eine Zukunftsperspektive in ihrem Land zu eröffnen."

Eindrücke und Impressionen

Eröffnung im Römer FrankfurtDr. Schwarz-Schilling

"Diese Ausstellung weckt Hoffnung, dass etwas für die vielen Menschen in den Kollektivzentren in Bosnien und Herzegowina getan wird", sagte Christian Schwarz-Schilling, ehemaliger Hoher Repräsentant in Bosnien und Herzegowina in seiner beeindruckenden Rede an der Eröffnungveranstaltung der Ausstellung in Frankfurt.

Die Ausstellung setzt sich mit grundsätzlichen Belangen des Zusammenlebens auseinander. Durch das Beleuchten der Lebenssituation von Flüchtlingen thematisiert das Projekt zentrale gesellschaftliche und menschenrechtliche Fragen, wie etwa Menschenwürde, Minderheitenrechte und die soziale Lage von Frauen und Kindern - die nach dem Verlust ihrer männlichen Angehörigen eine immense Last und Verantwortung zu tragen haben.Viele der Flüchtlinge aus dem Drinatal sind im Kanton Tuzla untergekommen, weshalb diese Region den Schwerpunkt der Fotoreportage darstellt. Die Fotos aus den Flüchtlinglagern sind jedoch nur ein Teil der Ausstellung, in der die Menschen über ihre Geschichte, ihre Gegenwart und ihre Vorstellungen von der Zukunft, ihre Hoffnungen und Ängste erzählen. Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung ist die Fotodokumentation des Archivs der Föderaton Bosnien und Herzegowina ("Srebrenica Inferno").

Eröffnung im Römer FrankfurtII

GfbV Tilman Zülch

Am 4. Oktober 2012 fand die feierliche Eröffnung im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt. Später gingen die Gäste gemeinsam zur gegenüberliegenden Paulskirche, in der die Demokratie in Deutschland ihre Wurzeln hat, um die Ausstellung zu besichtigen. Gastgeberin der Veranstaltung war die Dezernentin für Integration der Stadt Frankfurt am Main, Frau Dr. Eskandari-Grünberg.
In ihrer Rede zeigte sie ihre Anteilnahme für die Schicksale der Vertriebenen, der Menschen die ihre Angehörigen verloren haben und noch heute in den Flüchtlinglagern wohnen. Die Stadt Frankfurt nahm zu Kriegszeiten tausende Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien auf.
Zum Empfang im Kaisersaal kamen etwa 150 Gäste. Unter ihnen Vertreter der politischen Parteien, Stadtverordnete, Vertreter zahlreicher Organisationen, die sich seit Jahren mit dem Thema Bosnien-Herzegowina auseinandersetzen. Diplomatisch vertreten waren die Länder Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Albanien.



VernissageAls Repräsentant unseres Kooperationspartner der Ausstellung, sprach Tilman Zülch, Generalsekretär der GfbV: "Die unvergesslichen Bilder der Aussteller, auf denen tiefste Armut und Hoffnungslosigkeit eingefangen wurden, sind ein Hilfeschrei. Mit ihren minimalen Renten von wenigen Euro im Monat müssen diese 7.000 Flüchtlinge und Vertriebene unter so elenden Umständen dahinvegetieren, als sei der Krieg noch nicht vorbei."

"In Bosnien und Herzegowina gibt es noch so viele ungelöste Probleme. Eines davon ist die Situation der Flüchtlinge vor Ort. Sie können oftmals nicht zurückkehren, sie wollen es auch nicht, weil sie wissen, dass ihre Peiniger, ihre Vergewaltiger, die Mörder ihrer Verwandtschaft noch immer straffrei in ihrem Heimatort leben," erklärte Fikret Hafizovic, damaliger Bundesdachvorsitzender von Merhamet Deutschland in seiner Begrüßungsrede. 

 Portraits
Arhiva BiH
 VernissageII

 


VernissageBerlinIIMarieluise Beck

Nach
 Frankfurt wurde die Ausstellung im "Haus der Demokratie und Menschenrechtein Berlin gezeigt.


"Diese Ausstellung zielt darauf ab, die Öffentlichkeit auf die unerträgliche Situation der vergessenen Flüchtlinge, die noch immer in Notunterkünften sind, aufmerksam zu machen", sagte Frau Marieluise Beck, Vorsitzende der Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages in Bosnien und Herzegowina bei der Eröffnung.

An der Eröffnung nahmen unter anderem der Botschafter von Bosnien und Herzegowina in Deutschland Edin Dilberović, der Vorstizende von Merhamet BiH Hajrudin Šahić, der Direktor des Archivs der Föderation BuH Adamir Jerkovic  teil.Nach der Eröffnung der Ausstellung gab es eine Podiumsdiskussionen gewidmet der politischen Strategie der Verfolgung und der Rückkehr in BiH.

VernissageBerlin

Zu den Teilnehmern gehörten


 - Abdurahman Malkic, ehemaliger Bürgermeister von Srebrenica
- Jurica Volarević, Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)
- Dietrun Gunther, UNHCR-Vertreterin für Bosnien und Herzegowina, Sarajevo
- Amir Omerovic, Medizinstudentin aus dem Flüchtlingscamp Spionica
- Dirk Planert, Journalist und Gründer des Vereins "Hilfe Srebrenica" e V.


Die Ausstellung wurde neben Frankfurt und Berlin, in den Städten Erfurt und Karlsuhe gezeigt.

Biographien der Aussteller

 

Andy   cornelia
Fotos1 Fotos2
 Philipp  Sead
 Azra 
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