srebrenica

Der Fond "Don´t forget Srebrenica" ist ganzjährig für Spenden geöffnet und
ermöglicht u. a. die Unterstützung der Rückkehrer in Srebrenica.
 


20 Jahre

Trauer - Ohnmacht - Wut - Gedenken - und der Blick nach Vorne

Srebrenica 1995-2015

"Nun stehst du hier und schweigst,
doch wenn du dich abwendest, dann schweige nicht!
Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt sie zu wiederholen.
"

In Gedenken an all jene Familien, die auseinander gerissen wurden.


Das Ende des Zweiten Weltkrieges war einer der Momente an dem die Menschheit sagte: "Nie wieder!"
Und all das, was seither in Europa als unmöglich galt, passierte am Ende des 20. Jahrhundert im Land der kulturellen Vielfalt Bosnien-Herzegowina: Völkermord, ethnische Säuberung, systematische Vergewaltigungen und Massengräber wurden zu Begriffen, die viele Menschenleben kennzeichneten und tiefe Spuren hinterließen.

Der Gipfel des Grauens aller Geschehnisse während des Krieges gegen Bosnien-Herzegowina war das Massaker an den BosniakInnen in der UN-geschützen Enklave Srebrenica, welches im Juli 1995 von Streitkräften der großserbischen Nationalisten begangen wurde. In nur wenigen Tagen an jenem Juli wurden über 8.370 Menschen getötet, vor allem Männer und Knaben im Alter von 12 bis 77 Jahren. Die Geschehnisse in der Enklave Srebrenica gelten als das schlimmste Massaker in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat dieses Verbrechen als Völkermord eingestuft.

Am 15. Januar 2009 hat das Europäische Parlament eine Srebrenica-Resolution verabschiedet, in welcher der 11. Juli als Gedenktag an die Opfer des Völkermords von Srebrenica ausgerufen wurde. 

Der 11. Juli hat eine besondere Bedeutung für die Familien der Hinterbliebenen - aber auch für die gesamte Menschheit.
Mit einer Gedenkfeier und der Beerdigung der exhumierten und identifizierten Leichenteile der vergangenen Monate wird in Potocari dieser traurige Jahrestag begangen.

 

Friedensmarsch - Marš mira

Jedes Jahr gehen tausende Menschen jenen Weg nach, auf dem im Juli 1995 tausende Bosniaken aus Srebrenica getötet wurden.
Der Marsch dauert drei Tage, 120 Kilometer. Er geht über jene Strecke, auf der ab dem 11. Juli 1995 etwa 15.000 Bosniaken (die genaue Zahl ist unbekannt) versuchten, den Truppen des damaligen Generals der bosnisch-serbischen Truppen Ratko Mladić zu entkommen. Beim Friedensmarsch gehen die Menschen aber nicht von Srebrenica nach Nezuk, sondern in die umgekehrte Richtung, von Nezuk nach Potocari, dem Friedhof neben Srebrenica, auf dem tausende Opfer begraben liegen. Ein großer Teil des Genozids an den Bosniaken von Srebrenica geschah während dieser Flucht, in den Wäldern, auf den Straßen, auf den offenen Feldern, auf dem Weg von Potocari nach Nezuk. Am Ende schafften es vielleicht insgesamt 4.000 Menschen ins bosniakische Gebiet. Die ersten kamen nach ein paar Tagenan . Manche erst nach vielen Wochen. Manche trauten sich erst nach Monaten aus dem Wald heraus, obwohl der Krieg schon längst zu Ende war.
Es ist ein Marsch des Respekts für die Toten. Es ist ein Wallfahrt für diejenigen, die um ihre Angehörigen trauern. Es ist eine politische Demonstration, um das Thema Genozid und dessen noch immer bestehenden sozialen, ökonomischen und psychischen Auswirkungen in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.

Merhamet Deutschland hat 2013 an dem Friedensmarsch teilgenommen und mehrere Jahre die Organisation der Gedenkfeier unterstützt.

Auch in diesem Jahr wird es einen Friedensmarsch geben - weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden finden sich unter: http://www.marsmira.org/en/ 

Nur wenn wir uns an diesen schrecklichen Genozid ständig erinnern und der Opfer gedenken,
werden wir unserer humanitären Verpflichtung gerecht.
Frieden und Fortschritt gibt es nur in einer gerechten Gesellschaft. Dazu gehört das "Niemals vergessen!".

 


WanderausstellungIWanderausstellungWanderausstellung
"Vergessene Flüchtlingslager in Bosnien-Herzegowina"

Die Schrecken des Krieges, der Verlust von Angehörigen, die Flucht aus den eigenen Heimen und das menschenunwürdige Leben am Rande der Gesellschaft sind die Themen der Wanderausstellung. Im Januar 2011 wurden in Bosnien und Herzegowina noch 113.365 Binnenvetriebene gezählt. Da häufig Bilder mehr sagen als tausend Worte, wird das Schicksal einiger dieser Menschen aus bosnischen Flüchtlingslagern gezeigt. Die Ausstellung beginnt mit dem Krieg und endet mit den Portraits der Menschen.        
20 Jahre nach Kriegsende soll die Öffentlichkeit dafür sensibilisiert werden, dass in Europa Würde und Rechte von Flüchtlingen und Vertriebenen missachtet werden.


Aussteller: Phillip von Recklinghausen; Andy Spyra; Sead Husic; Azra Arapovic, Cornelia Suhan

Termine/Orte/Partner vor Ort:
Frankfurt a. Main:
04.-10.10.2012; Paulskirche; Partner: Pro Asyl, Verein "Sevdah"/Frankfurt
Berlin:
19.01.-17.02.2013; Haus der Demokratie und Menschenrechte; Partner: Stiftung "Haus der Demokratie und Menschenrechte"
Erfurt:
11.-30.07.2013; Alte Synagoge; Partner: Heinrich Böll Stiftung
Karlsruhe:
09.-30.09.2013; Tollhaus; Partner: Gesellschaft für bedrohte Völker

Unterstützerbriefe

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Schirmherr

Prof. Dr. Christian Schwarz-Schilling
- Bundesminister für Post u. Telekomunikation a. D.
- Hoher Repräsentant und Sonderbeauftragter der Europäischen Union für Bosnien-Herzegowina a. D.
- Ehrenbürger der Stadt Büdingen


"Das aktuelle Projekt von Merhamet Deutschland befasst sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen und Vertriebenen. Davon abgesehen, dass gerade uns Deutsche dies besonders betroffen machen sollte weil es uns einmal selbst besonders betraf, war ich in den 90er Jahren sehr stark in die Regelung des Aufenthaltsstatus der bosnischen Flüchtlinge involviert. Deutschland war damals das Land, das außerhalb der Anrainerstaaten die meisten Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet aufnahm. Viele von ihnen sind inzwischen zurückgekehrt. Dass es jedoch weiterhin (seit damals!) innerhalb von Bosnien und Herzegowina noch immer Vertriebene gibt, die in schäbigen Flüchtlingsunterkünften leben (die zudem noch fast verharmlosend lediglich als ‚Kollektivzentren’ bezeichnet werden), sollte uns, die wir hier fast in Nachbarschaft zu Bosnien leben, zumindest berühren, wenn nicht sogar herausfordern.
Merhamet Deutschland hat sich vorgenommen, auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Es ist diesem Projekt von ganzem Herzen zu wünschen, dass die deutsche Öffentlichkeit hiervon mehr als nur beiläufig Notiz nimmt. All das lobenswerte Engagement, das Deutschland für von der Wirtschaftsmisere betroffene Länder in der Euro-Zone zeigt, soll bitte nicht dazu führen, dass der Balkan im Allgemeinen und Bosnien und Herzegowina im Besonderen vergessen werden. Diese Länder sind ein Teil des gemeinsamen Hauses Europa. Verprellen wir sie, verlieren sie zum zweiten Mal ihren Glauben an westliche und europäische Werte. Damals standen wir daneben, als eine brutale Soldateska brandschatzte und mordete. Und nun leben die, die überlebten, in erbärmlichen Siedlungen am Rande der Städte. Wer kümmert sich um ihre gepeinigten Seelen? Wer interessiert sich für sie?
Es wird Zeit, dass wir etwas tun. Das Projekt »Die vergessenen Flüchtlingslager in Bosnien und Herzegowina« ist ein hervorragender Anlass, den Fokus auf Bosnien und Herzegowina und seine noch immer nicht bewältigten Kriegsfolgen zu richten.
Sehr gerne übernehme ich hierfür die Schirmherrschaft."


tilmann zuelch 100pxPräsident
der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV)

Tilman Zülch:

"Bosnien-Herzegowina wurde mit dem Daytoner Abkommen von 1995 geteilt, die nördliche Hälfte den serbischen Tätern überlassen und die Rückkehr der von dort vertriebenen Bevölkerung verhindert. Dieses Abkommen wurde u.a. von den USA, Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland mitunterzeichnet. 2,2 Mio. Bosnier und Bosnierinnen wurden zu  Flüchtlingen und Vertriebenen gemacht. Die NATO-Truppen wurden nach dem Krieg an den Grenzen der beiden bosnischen Entitäten stationiert, statt zur Durchsetzung der Rückkehr eingesetzt. Dabei sah das Abkommen (Annex VII) das Recht aller Flüchtlinge und Vertriebenen vor, in ihre ursprünglichen Wohnorte zurückzukehren.
Heute ist Bosnien ein geteiltes, zunehmend verelendetes Land. Die Kriegsopfer, die Vergewaltigten, die Verwundeten, die Bombenopfer, die ehemaligen KZ-Häftlinge, die Flüchtlinge und Vertriebenen sind in Vergessenheit geraten.
Während Serbien und Kroatien sich der Europäischen Union annähern, ist Bosnien, das Opferland von Krieg und Völkermord, zum Paria gemacht worden. So sind von etwa 2,2 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen - 17 Jahre nach dem Krieg- fast noch eine Million außerhalb ihres Landes und können nicht zurückkehren. Die Lage der Binnenflüchtlinge ist katastrophal.  Heute existieren in Bosnien-Herzegowina insgesamt 156 Flüchtlingslager. Davon sind 43 in der Republika Srpska und 107 in der Föderation Bosnien-Herzegowina. In diesen Lagern leben heute ca. 8 600 Menschen (2 900 Familien). Völlig vergessen von der internationalen Öffentlichkeit, ohne entsprechende medizinische Versorgung und Infrastruktur  harren diese Menschen in Baracken, Bretterverschlägen und provisorischen Behausungen in den Flüchtlingslagern wie Karaula (Kanton Tuzla), Višća (Gemeinde Živinica), Ježevac (Gemeinde Banovići) , Špionica (Srebrenik) aus.
Gerade die prekäre Lage dieser Menschen soll in der geplanten Ausstellung thematisiert werden, mit dem Ziel, die internationale Öffentlichkeit auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen und die bosnische Regierung und ihre zuständigen Ministerien zum Handeln zu bewegen, damit alle ihre Bürger in ihre Heimatorte zurückkehren können.
Und während viele politische Ziele für dieses Land mit Recht als Prioritäten angesehen werden müssen, um die EU-Integration Bosnien-Herzegowinas voranzutreiben, dürfen wir diese Menschen nicht vergessen. Auch wenn kein Marshall-Plan für den Wiederaufbau Bosnien-Herzegowinas aufgestellt werden kann, müssten wenigstens diejenigen aus der absoluten Armut befreit werden, die seit 17 Jahren auf ein würdevolles Leben und eine Rückkehr in Sicherheit und Würde warten.
Bitte helfen Sie „Merhamet“ mit einem Beitrag das Schicksal dieser Menschen außerhalb der Grenzen Bosniens bekannt zu machen. Das wird der erste Schritt sein, ihnen eine Zukunftsperspektive in ihrem Land zu eröffnen."

Eindrücke und Impressionen

Eröffnung im Römer FrankfurtDr. Schwarz-Schilling

"Diese Ausstellung weckt Hoffnung, dass etwas für die vielen Menschen in den Kollektivzentren in Bosnien und Herzegowina getan wird", sagte Christian Schwarz-Schilling, ehemaliger Hoher Repräsentant in Bosnien und Herzegowina in seiner beeindruckenden Rede an der Eröffnungveranstaltung der Ausstellung in Frankfurt.

Die Ausstellung setzt sich mit grundsätzlichen Belangen des Zusammenlebens auseinander. Durch das Beleuchten der Lebenssituation von Flüchtlingen thematisiert das Projekt zentrale gesellschaftliche und menschenrechtliche Fragen, wie etwa Menschenwürde, Minderheitenrechte und die soziale Lage von Frauen und Kindern - die nach dem Verlust ihrer männlichen Angehörigen eine immense Last und Verantwortung zu tragen haben.Viele der Flüchtlinge aus dem Drinatal sind im Kanton Tuzla untergekommen, weshalb diese Region den Schwerpunkt der Fotoreportage darstellt. Die Fotos aus den Flüchtlinglagern sind jedoch nur ein Teil der Ausstellung, in der die Menschen über ihre Geschichte, ihre Gegenwart und ihre Vorstellungen von der Zukunft, ihre Hoffnungen und Ängste erzählen. Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung ist die Fotodokumentation des Archivs der Föderaton Bosnien und Herzegowina ("Srebrenica Inferno").

Eröffnung im Römer FrankfurtII

GfbV Tilman Zülch

Am 4. Oktober 2012 fand die feierliche Eröffnung im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt. Später gingen die Gäste gemeinsam zur gegenüberliegenden Paulskirche, in der die Demokratie in Deutschland ihre Wurzeln hat, um die Ausstellung zu besichtigen. Gastgeberin der Veranstaltung war die Dezernentin für Integration der Stadt Frankfurt am Main, Frau Dr. Eskandari-Grünberg.
In ihrer Rede zeigte sie ihre Anteilnahme für die Schicksale der Vertriebenen, der Menschen die ihre Angehörigen verloren haben und noch heute in den Flüchtlinglagern wohnen. Die Stadt Frankfurt nahm zu Kriegszeiten tausende Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien auf.
Zum Empfang im Kaisersaal kamen etwa 150 Gäste. Unter ihnen Vertreter der politischen Parteien, Stadtverordnete, Vertreter zahlreicher Organisationen, die sich seit Jahren mit dem Thema Bosnien-Herzegowina auseinandersetzen. Diplomatisch vertreten waren die Länder Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Albanien.



VernissageAls Repräsentant unseres Kooperationspartner der Ausstellung, sprach Tilman Zülch, Generalsekretär der GfbV: "Die unvergesslichen Bilder der Aussteller, auf denen tiefste Armut und Hoffnungslosigkeit eingefangen wurden, sind ein Hilfeschrei. Mit ihren minimalen Renten von wenigen Euro im Monat müssen diese 7.000 Flüchtlinge und Vertriebene unter so elenden Umständen dahinvegetieren, als sei der Krieg noch nicht vorbei."

"In Bosnien und Herzegowina gibt es noch so viele ungelöste Probleme. Eines davon ist die Situation der Flüchtlinge vor Ort. Sie können oftmals nicht zurückkehren, sie wollen es auch nicht, weil sie wissen, dass ihre Peiniger, ihre Vergewaltiger, die Mörder ihrer Verwandtschaft noch immer straffrei in ihrem Heimatort leben," erklärte Fikret Hafizovic, damaliger Bundesdachvorsitzender von Merhamet Deutschland in seiner Begrüßungsrede. 

 Portraits
Arhiva BiH
 VernissageII

 


VernissageBerlinIIMarieluise Beck

Nach
 Frankfurt wurde die Ausstellung im "Haus der Demokratie und Menschenrechtein Berlin gezeigt.


"Diese Ausstellung zielt darauf ab, die Öffentlichkeit auf die unerträgliche Situation der vergessenen Flüchtlinge, die noch immer in Notunterkünften sind, aufmerksam zu machen", sagte Frau Marieluise Beck, Vorsitzende der Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages in Bosnien und Herzegowina bei der Eröffnung.

An der Eröffnung nahmen unter anderem der Botschafter von Bosnien und Herzegowina in Deutschland Edin Dilberović, der Vorstizende von Merhamet BiH Hajrudin Šahić, der Direktor des Archivs der Föderation BuH Adamir Jerkovic  teil.Nach der Eröffnung der Ausstellung gab es eine Podiumsdiskussionen gewidmet der politischen Strategie der Verfolgung und der Rückkehr in BiH.

VernissageBerlin

Zu den Teilnehmern gehörten


 - Abdurahman Malkic, ehemaliger Bürgermeister von Srebrenica
- Jurica Volarević, Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)
- Dietrun Gunther, UNHCR-Vertreterin für Bosnien und Herzegowina, Sarajevo
- Amir Omerovic, Medizinstudentin aus dem Flüchtlingscamp Spionica
- Dirk Planert, Journalist und Gründer des Vereins "Hilfe Srebrenica" e V.


Die Ausstellung wurde neben Frankfurt und Berlin, in den Städten Erfurt und Karlsuhe gezeigt.

Biographien der Aussteller

 

Andy   cornelia
Fotos1 Fotos2
 Philipp  Sead
 Azra 
Arhiva

 

Unsere Pflicht ist es, nicht zu vergessen, sich für die Wahrheit einzusetzen
und den Überlebenden zu helfen ihr Leben menschenwürdig fortzusetzen.

 


fatabego 2008 21Unterstützung für die sozial schwächsten Familien

Die Probleme der bedürftigen Familien sind u.a.:

- hohe Arbeitslosigkeit, diese Familien haben keinerlei Einkommen und keine Sozialhilfen
- extrem weite Schulwege aus den entlegenen Dörfern (Entfernung 30 km)
- Mangel an medizinischen Hilfsmitteln und Therapiemöglichkeiten für behinderte und kranke Kinder
- Vereinsamung von Senioren ohne Familie, die Niemanden haben, der sich um sie kümmert
- finanzielle Notlage von kinderreichen Familien, die keine Möglichkeit sehen, ihren Kindern eine Schulbildung zu finanzieren und deren Kinder deshalb nicht einmal die Grundschule besuchen
- zerstörte Häuser, deren Wiederaufbau/Renovierung sie sich nicht leisten können

Mit verschiedenen Aktionen und Projekten versuchen wir den Problemen dieser Familien entgegenzuwirken: Verteilung von Nahrungsmittelpaketen; einjährige finanzielle Grundsicherung von 50,- EUR/mtl; Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln; Kinderpatenschaften u. v. m. 

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Schulbedarf für Kinder

Merhamet Deutschland finanziert und unterstützt seit vielen Jahren die Schulbildung von Kindern aus sozial schwachen Familien in der Region Srebrenica. Durch viele Aktionen ist es uns gelungen, Schulmaterial an Kinder in Flüchtlingslagern und an Rückkehrer in Srebrenica, die in sehr schlechten Bedingungen leben, zu verteilen.

 

 

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Merhamet Deutschland spendete in den Gemeinden von Srebrenica, Bratunac und Banovici Vieh an Rückkehrerinnen, die ihre Männer, Väter und Söhne im Krieg, verloren haben. Auf diese Weise wurden die Frauen ermutigt und in diesem Vorhaben unterstützt, für ihren Lebensunterhalt selbst zu sorgen.

SnagaZeneDestilatoren zur Öl-Produktion

Das Ziel unserer Partnerorganisation "Snaga žene" (Die Macht der Frau) aus Tuzla ist es, den Frauen von Srebrenica zu helfen, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen und die Kontrolle über ihr Leben zu erlangen. Der Verein hat den Frauen aus Podrinje eine große Anzahl an Jungpflanzen der Heilpflanzen Calendula, Echinacea und Lavendel gespendet. Merhamet Deutschland möchte ihnen die Weiterverarbeitung dieser Pflanzen ermöglichen und nutzt derzeit Spenden für den Kauf von Destilatoren, um aus diesen Nutzpflanzen Öl zu gewinnen. Auf diese Weise werden die Nutzerinnen in der Lage sein, ihre Produktpalette zu erweitern und ihr persönliches Einkommen zu erhöhen.

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Solartrockner für Obst und Gemüse

Neben Kräutern ist die Region in Srebrenica reich an verschiedenen Arten von Obst und Gemüse, die weitgehend verfaulen, weil es keine Vorrichtungen für die Verarbeitung und Lagerung von großen Mengen an frischem Obst und Gemüse gibt. Im Rahmen des Projektes "Solarenergie - Energie des Lebens" spendet Merhamet Deutschland Rückkehrerinnen dieser Region Solartrockner für Obst und Gemüse. Durch deren Einsatz bekommen die Frauen die Möglichkeit, ihre landwirtschaftlichen Produkte umweltschonend haltbar zu machen, zu verkaufen und ihren Eigenbedarf abzudecken

 

Die aufgeführten Projekte und Aktionen konnten und können wir nur mit Hilfe unserer Spender realisieren.
Um unseren Weg weiter zu beschreiten, die Entwicklung der Region Srebrenica zu unterstützen,
vor allem die Rückkehrerfamilien, welche nach all den Kriegsschrecken zurückgekehrt sind
brauchen wir IHRE Unterstützung und Spende.

Spenden an Merhamet Deutschland
Verwendungszweck: "Srebrenica"
Konto-Nummer: 73 999; Sparkasse KölnBonn; BLZ 370 501 98
IBAN: DE83 3705 0198 0000 0739 99; Swift-BIC: COLSDE33